Amalgam - ein gutes Füllungsmaterial

Seit 2018 ist die Anwendung von Amalgam bei bestimmten Risikogruppen  eingeschränkt. Dazu zählen Kinder unter 15 Jahren, Schwangere und Patienten mit einer nachgewiesenen schweren Nierenfunktionsstörung. In den Fällen bezahlt  jetzt die Krankenkasse auch höherwertige Füllungen.

Ziel ist hier vor allem der Schutz der Umwelt vor Quecksilber  und Schwermetallen. In Deutschland hat man vor ca. 20 Jahren per Gesetz erreicht, dass alle Zahnarztpraxen teure Amalgamabscheider einbauen ließen. Deshalb steht hier das Problem der Umweltbelastung eigentlich nicht, da die Filter 95% der Schwermetalle extrahieren.  In den anderen EU-Ländern waren die Regierungen nicht so erfolgreich , bzw. die Zahnärzte haben sich gewehrt.  Deshalb versucht man jetzt die Umweltbelastung durch die Einschränkung des Einsatzes von Amalgam zu erreichen.

Für mich ist Amalgam nach wie vor ein sehr guter Füllungswerkstoff und ein Teil der Zähne, die mit einer riesigen Amalgamfüllung gerade noch so über die Zeit gerettet werden konnten, werden wohl  in Zukunft der Zange zum Opfer fallen.  Mit meiner positiven Meinung zum Amalgam befinde ich mich auch weiterhin in Übereinstimmung mit der Wissenschaft, wie die aktuelle Meldung zeigt.

Zur möglichen Gesunheitsgefährdung schreibt  die Bundeszahnärztekammer in einem 2018 verlautbartem Statement: „Weltweit gibt es kein Füllungsmaterial, das so oft und intensiv auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung hin untersucht wurde, wie es bei Amalgam der Fall ist. Keine Studie konnte den Nachweis für die These erbringen, dass Amalgamfüllungen in einem ursächlichen Zusammenhang mit degenerativen Krankheiten, anderen Krankheiten oder sonstigen unspezifischen Symptomen steht.

Seltene Effekte wie auch bei anderen Füllungswerkstoffen sind zum Beispiel allergische Reaktionen. Die alternativ zur Verfügung stehenden Werkstoffe (meist Kompositkunststoffe) können jedoch nicht alle Indikationen von Amalgamfüllungen abdecken.  Link

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