Zahnzusatzversicherungen

Sonntag, 20. November 2011

Zahnzusatzversicherungen sind in vielen Fällen hilfreich, allerdings nur, wenn die richtigen Leistungen versichert sind. Ein für mich wichtiger Aspekt sind Erstattungsleistungen für die professionelle Zahnreinigung (PZR), die bei 90% der Patienten regelmäßig erforderlich ist.

Wenn bei einem Jahresbeitrag von 260€ jedes Jahr 160€ für die PZR erstattet werden, dann dürfte das für viele Patienten interessant sein.
Link: waizmanntabelle




Fissurenversiegelung

Sonntag, 27. Februar 2011

Die Versiegelung ist eine geeignete Methode, um die Zähne gegen Karies zu schützen. Seit Einführung als Kassenleistung (1993) beobachten wir bei den Jugendlichen einen Rückgang der Karies um 80-90%. Dabei werden die Kosten für die Backenzähne 6 und 7 von der Krankenkassen übernommen.

Beim Weisheitszahn und bei den Prämolaren (Zahn4+5) ist die Kauflächenversiegelung auch sinnvoll, muss aber selber bezahlt werden.
Der Preis liegt bei ca. 10 EUR/Zahn und man kann mit einer Haltbarkeit zw. 5-10 Jahren rechnen.

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Kunststoffe - ein unbedenkliches Füllmaterial?

Samstag, 26. Februar 2011

Inzwischen stehen auch die zahnfarbenen Füllmaterialien (Composite) in der Diskussion, gesundheitsschädliche Wirkungen zu entfalten. Der chemische Weichmacher Bisphenol A, der ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen wirkt, könnte  aus Compositen freigesetzt werden. Nach Meinung der  Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin (GZM) ist dieses Material in der Zahnheilkunde deshalb nicht mehr tragbar.

Als Zahnarzt stellt man sich dann die Frage, welches Material überhaupt noch eingesetzt werden soll. Amalgam und Composite sind zwar sehr haltbar, aber laut GZM nicht ohne gesundheitliches Risiko. Bei Goldgussfüllungen sind bislang keine Nebenwirkungen bekannt, aber sie sind für die meisten Patienten nicht bezahlbar. Die anderen Füllmaterialien haben eine Haltbarkeitim 2-Jahreshorizont und scheiden deshalb aus. Aus meiner Sich unterstreicht dieser Sachverhalt die Bedeutung der Prophylaxe, denn durch intensive Zahnpflege läßt sich ein Karies in vielen Fällen vermeiden.  Patienten, die bei uns zur professionellen Zahnreinigung kommen, brauchen nur noch ganz selten neue Füllungen.

An sonsten sollte man auch die Füllungswerkstoffe als Medikament mit Nutzen und Nebenwirkung betrachten. Der Nutzen eines vernünftig versorgten Zahnes ist deutlich höher zu bewerten, als das vermeintliche Risiko.

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Narkosebehandlung völlig unproblematisch?

Freitag, 21. Mai 2010

Manchmal werde ich von Eltern, die selber unter Zahnarztangst leiden gefragt, ob ihre Kinder auch unter Narkose behandelt werden können. Ich stehe dieser Behandlung sehr kritisch gegenüber, weil das Risiko zum Nutzen für mich in keinem Verhältnis steht. Wenn Kinder von den Eltern gut auf eine Behandlung vorbereitet werden und zusätzlich Hypnosetechniken eingesetzt werden,  lassen sich Kinder meistens sehr gut behandeln.

(Von einer Kollegin wurde mir der unten angehängte Leserbrief zur Verfügung gestellt)

Zur dpa-Meldung, veröffentlicht am 6./7. Februar 2010: "Zweijähriger stirbt nach Zahn-Behandlung"

Einem Narkosearzt wird fahrlässige Tötung vorgeworfen, weil nach einer Zahnbehandlung unter Vollnarkose ein Zweijähriger gestorben ist. Da die Zahnbehandlung in einer Zahnarztpraxis durchgeführt wurde, gehe ich davon aus, dass es sich nicht um einen Unfall bzw. akuten Notfall gehandelt hat, sondern um die Sanierung eines Kindes mit Frühkindlicher Karies, auch "Nuckelflaschenkaries" genannt. Nun frage ich mich, was kann der Anästhesist dafür, dass das Kind im Alter von zwei Jahren schon so zerstörte Milchzähne hatte und nur in Vollnarkose behandelt werden konnte. Wie jeder medizinische Eingriff  hat auch die Narkose ein entsprechendes Risiko.
Bei 95 % der Zweijährigen und 85 % der Dreijährigen in Sachsen sind alle Zähne gesund, haben die zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst ergeben. Also sind doch gesunde Zähne die Norm und durchaus problemlos möglich. Ist die Schuldfrage in diesem Fall nicht an die Eltern weiter zu geben? Kann man nicht von Körperverletzung durch die Eltern sprechen, wenn diese die einfachsten Maßnahmen der Kariesprophylaxe wie Zähne putzen mit dem ersten Zahn, Vermeiden von süßen Zwischenmahlzeiten, von gesüßten Getränken oder Obstsäften in der Flasche und dem Dauernuckeln an den Trinkflaschen einfach vernachlässigen?
Manchmal habe ich das Gefühl, es ist jetzt "in" zur "Zahn-Op" zu gehen. Auch größere Kinder berichten, dass sie beim Zahnarzt geschlafen haben und gar nicht bemerkten, wie gebohrt, gefüllt und gezogen wurde. Aber dass die Zahnzerstörung ja eine Ursache hat und Karies wirklich vermeidbar ist, scheint noch nicht in das Bewusstsein vorgedrungen zu sein, wie der o.g. Zeitungsartikel zeigt.

Dr. Grit Hantzsche, Pirna


Amalgam - ein gutes Füllungsmaterial

Freitag, 23. April 2010


Vor Jahren hat es in den Medien eine heftige Diskussion um Amalgam gegeben.
In den Zeitungen war von Schäden zu lesen, die angeblich vom Quecksilber herrühren sollten. Schon damals habe ich die Berichte kritisch gesehen, weil Amalgam als Füllmaterial seit über 80 Jahren verwendet wird und das am besten dokmentierte Material ist. Außerdem ist aus meiner Sicht bei sehr großen und unter dem Zahnfleisch liegenden Füllungen ein Verzicht auf Amalgam nur mit einer Qualitätseinbuße möglich.

Es gibt kein anderes Material, dass im feuchten Milieu verarbeitet werden kann und trotzdem ausreichende Stabilitätswerte bietet.

Inzwischen wird meine Auffassung auch von der Wissenschaft gestützt.

Die Gesundheitsbehörde der USA (FDA), bekannt für ihre extrem strengen Bewertuntgsmaßstäbe, hat auf Grund der Auswertung von über 200 wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt, dass Amalgam, Gold und Kunststoff in Bezug auf ihre Verträglichkeit auf die gleiche Stufe gestellt werden können.
Mehrere internationale medizinwissenschaftliche Gremine, das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Bundesinstidut für Arzneimittel und Medizinprodukte habe keinerlei Einwände gegen den generellen Einsatz von Amalgamen.

(Quelle: Zahnärztlicher NewsLetter Nr. 9/2009)