Röntgen bedeutet große Strahlenbelastung?

Sonntag, 4. August 2013

Dr. Tomas Kühn Seit der Erfindung der digitalen Röntgentechnik um 1990 hat sich die benötigte Strahlungsintensität um 70% verringert. Während die ersten Geräte nur in der Lage waren, Bilder von 1-2 Zähnen zu zeigen, können mit der heutigen Technik alle Zähne auf einem „Film“ dargestellt werden. Die neuen Geräte liefern deutlich schärfere Bilder, die nach der Aufnahme sofort an allen Computern zur Auswertung zur Verfügung stehen. Dabei kommen bei mir sowohl große Panoramaaufnahmen, bei denen alle Zähne auf einem Bild sichtbar sind, sowie kleine Zahnfilme zur Anwendung.

Und wie sieht es mit der Strahlendosis aus? Zum Vergleich:
Ein Transatlantikflug verursacht eine Strahlenbelastung von ca. acht kleinen Zahnfilmaufnahmen, oder zwei großen Panoramabildaufnahmen.

Wer sich 30 min im Hochgebirge ( über 2000m) aufhält, nimmt eine Strahlendosis auf, die einem Panoramabild entspricht.

Die natürliche Strahlung pro Jahr entspricht in etwa 600 Zahnfilmaufnahmen, oder 150 Panoramabildaufnahmen!

Dabei ist zu beachten, dass die Werte im Beispiel für konventionelle Aufnahmen mit Filmen gelten. Bei der digitalen Technik reduziert sich die Strahlendosis um 70%.

Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, auf notwendige Aufnahmen zu verzichten, wenn sich damit der Behandlungserfolg besser absichern lässt.