Hypnosetechnik bei Kindern

Montag, 7. September 2009

In meiner Praxis werden viele Kinder behandelt. Damit sich Ihr Kind bei uns wohlfühlt, gibt es einige Dinge zu beachten.

Kinder stehen Neuem meistens aufgeschlossen gegenüber. Ein Zahnarztbesuch kann sehr interessant sein und es ist gut, wenn Sie das Interesse des Kindes wecken.

Unser Unterbewusstsein kennt keine Verneinung. Wenn Sie dem Kind sagen, du brauchst keine Angst haben, es tut nicht weh, versteht ihr Kind: „Du musst Angst haben, es wird weh tun!“

Sie können dem Kind von Ihren guten Erfahrungen berichten und wenn Ihnen diese fehlen, sagen Sie lieber nichts.

Hört ihr Kind Negativerzählungen von anderen über einen Zahnarztbesuch, reden Sie bitte mit ihrem Kind darüber.

Überlegen Sie bitte gut, ob Sie ihr Kind ins Sprechzimmer begleiten. Wenn Sie Angst haben, überträgt sie sich unbewusst auf das Kind.

Versprechen Sie ihrem Kind bitte keine Belohnungen. Der Stress beim Zahnarzt ist groß genug. Ihr Kind kommt unter zusätzlichen Druck, wenn es sich etwas verdienen soll.

Bitten wir Sie, ihr Kind zu halten, dann ist es nicht günstig, wenn Sie das Kind streicheln. Das Kind möchte diese Berührung intensiv wahrnehmen und konzentriert sich auf das Fühlen. Dadurch wird aber auch die Wahrnehmung der Behandlung intensiviert, was wir vermeiden möchten. Halten Sie es einfach.

Schimpfen Sie nicht mit dem Kind, sondern loben Sie es für die Dinge, die es schon allein geschafft  und gut gemacht hat. Lassen Sie den Zahnarztbesuch in der Nachbereitung zu einem Erfolgserlebnis für das Kind werden.

Wundern Sie sich nicht über unsere „sonderbare Ausdrucksform“. Wir setzen spezielle Entspannungstechniken aus der modernen Hypnosetherapie ein. Wenn unsere Geschichten manchmal konfus klingen, so ist das beabsichtigt. Bei Kindern sind Konfusionstechniken eine sehr wirksame Methode, um sie in einen angenehmen Zustand zu bringen.

Hypnose

Samstag, 19. August 2006

Über Hypnose existieren sicherlich die meisten falschen Vorstellungen. Jeder hat schon mal etwas davon im Fernsehn gehört und weiß, dass Leute durch den „magischen Blick“ des Hypnotiseurs umfallen oder komische Dinge tun, die sie bei klarem Verstand nie tun würden.

Die medizinische Hypnose hat damit überhaupt nichts zu tun und gehört vielleicht am ehesten in den Bereich des autogenen Trainings und der Entspannung. Dabei bestimmt der Patient, wie weit er die Kontrolle der Außenwelt aufgeben kann und in wieweit es ihm möglich ist, sich in den Zustand einer angenehmen Erinnerung oder Empfindung zu versetzen. Meine Aufgabe besteht darin, ihn dabei zu unterstützen und ein Stück zu begleiten.

Hypnose ist dort besonders hilfreich, wo Menschen mit großer Angst zu kämpfen haben. Angst lähmt uns und jede Situation wird wie durch ein Mikroskop betrachtet als noch bedrohlicher empfunden. Deshalb wird der Stich einer Dorne beim Rosenschneiden in der Regel viel weniger schmerzhaft empfunden, als z.B. eine Spritze.

Wenn es nun gelingt, die Konzentration weg vom Zahnarztstuhl an eine schöne Urlaubserinnerung zu binden, dann wird eine Zahnbehandlung kein Problem mehr sein.